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Änderungen beim Seefunk / Binnenfunk - Prüfung und Funkverfahren

(180918, WH) Der PA Ausland (Herr Heinimann) informiert über Änderungen in den Praxis-Prüfungen bei den Funkscheinen und beim Funkverfahren im Binnenbereich. Diese gelten für Prüfungen ab 01.10.18. Ich zitiere ausschnittsweise:

... Die Verwendung von Inmarsat B ist nicht mehr Prüfungsgegenstand des LRC, beim SRC fällt die Weiterleitung einer Notmeldung („distress relay“) via DSC weg. Das Editieren einer Sicherheitsmeldung und das Aussenden über den Sprechfunk wird zu einer Pflichtaufgabe. ...

... Alle Änderungen bei den Fragen zum Erwerb des SRC und LRC sind hier übersichtlich und sehr ausführlich zusammengestellt. Wer diesen Fragenkatalog aufmerksam durchgelesen hat, sollte danach wissen, auf welchen UKW-Kanälen Seefunkstellen mit SAR-Hubschraubern ihren Funkverkehr vorzugsweise abwickeln, was beim Kauf eines UKW- oder UKW-GMDSS Funkgeräts zu beachten ist und wann per Funk ein „Silence Mayday“ versendet wird.

Wer seinen UBI machen möchte, das UKW-Sprechfunkzeugnis speziell für die Binnenschifffahrt, den erwarten nicht nur geänderte Fragestellungen im Prüfungsbogen, sondern auch eine erneuerte Sprechfunktafel, die an das internationale Sprechfunkverfahren angeglichen wurde.

>>> Der Anruf bei Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsmeldungen muss nun auch im Binnenschifffahrtsfunk durchgängig mit den international bekannten Sprachphrasen (wie z.B. „all stations“, „this is“ oder „received mayday“) durchgeführt werden. Die weitere Funkabwicklung sowie die Nennung des Schiffstyps vor dem Schiffsnamen werden weiterhin in der jeweiligen Landessprache gesendet. Außerdem muss künftig zusätzlich das Rufzeichen des Schiffs genannt werden. <<<

Bisherige Funkscheine behalten uneingeschränkt Gültigkeit

Die bisherigen Funkscheine behalten uneingeschränkt ihre Gültigkeit“, betont Florian Neuffer von der Führerschein-Abteilung des DSV. „Doch wir empfehlen jedem Schiffsführer, sich mit den Neuerungen vertraut zu machen, um ordnungsgemäß am Funkverkehr teilnehmen und im Notfall richtig über Funk reagieren zu können.“

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