Segelkurse (Update 01.05.17)

Wie überall gibt es bei der Sportart Segeln die Aspekte „Dürfen“ und „Können“.

Und der Sportbereich Segeln hat immer zwei unterschiedliche mögliche Reviere im Focus.

Es gibt die Bereiche Binnenreviere und Seereviere.

 

Bevor du dich mit den Einzelheiten auseinandersetzt, solltest du dir erst über deine Wünsche im Hinblick auf die Sportart Segeln klar werden:

Im Folgenden einige mögliche Beweggründe und unsere ersten Wegweiser im Dschungel der verschiedenen Pfade in der Ausbildung.

      Und dazu der wichtigste Rat vorab:

Wenn du segeln willst und nicht nur Scheine sammelst: 

Dran bleiben und danach weiter segeln!! Gerne auch mit uns!

Wer den Kursplan gleich ansehen will - hier!

 

Kontakt per Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Eine Anmeldung ist während des Infoabends möglich oder vorab mit unterschriebenem Anmeldeformular eingescannt per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Der Besuch des Infoabends wird dringend empfohlen, weil hier bereits wesentliche Informationen über den Ablauf der Kurse angeboten werden.

 

A. Ich will an Wochenenden auf dem Dechsendorfer Weiher oder den umliegenden Binnenseen segeln gehen.

A 1. Wenn du eine eigene Binnenjolle hast, benötigst du erst einmal gar nichts - außer einen Wagen mit Anhängerkupplung für den Trailer und am "Dechsi" noch Platzkarten. Es sei denn, du willst Segelkenntnisse erwerben oder sie vertiefen.

A 2. Du musst dir eine Jolle leihen. Da verlangt der Vermieter meistens einen Erfahrungsnachweis, wenn er dich nicht persönlich kennt. 

A 3. Du willst mit einem Motorboot über 15 PS auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal fahren können. Da ist der amtliche Führerschein vorgeschrieben.

Ergänzung: Segeln auf Bundeswasserstraßen (z.B. Kanälen) nicht erlaubt.

-> In allen Fällen fragst du nach dem "Sportbootführerschein (für Binnenwasserstraßen)" unter Motor und / oder Segel (alter SBF-Binnen)                              

B. Ich will auf dem Mittelmeer oder auf der Ostsee richtig gut segeln können und Schiffsführer sein.-> Du willst den Sportküstenschifferschein (SKS) erwerben-> Da benötigst du VORHER den "Sportbootführerschein (für Seeschifffahrtsstraßen)" (alter SBF-See).

C. Ich will auf Schiffen funken können / dürfen. Du willst eine Charter-Yacht auf dem Meer skippern, da benötigst du als Schiffsführer europaweit ein See-Funkzeugnis.

C 1. auf einem Binnenschiff          -> Du benötigst den UBI.

C 2. auf einer seegehenden Yacht -> Du machst den SRC.

D. Oh je - Signalraketen an Bord - Ist da nicht Sprengstoff drin?-> Du benötigst für den Umgang mit Signalraketen Kenntnisse über Sprengstoffe / Handhabung von Signalmitteln und den Nachweis darüber.

E. Du hast schon eine gewisse Erfahrung als Wach- oder Schiffsführer. Jetzt möchtest du auf See in vielem mehr können als die meisten anderen.

->  Du fragst nach dem Sportseeschifferschein (SSS).

F. Die höchsten Weihen für Freizeitskipper auf See für weltweite Fahrt erhältst du mit dem Sporthochseeschifferschein. (SHS)

-> Dazu bieten wir Unterstützung bei der Organisation und das Modul "Astronavigation" an.

 

Es gibt die Bereiche Binnenreviere und die Seereviere.

 


 

A Binnenreviere

SBF (für Binnenwasserstraßen):

  • Für den Binnenbereich verlangt der Gesetzgeber dann den amtlichen Sportbootführerschein (für Binnenschifffahrtsstraßen), wenn der Motor, der das Wasserfahrzeug antreibt, 15 PS Leistung und mehr hat. 
  • Willst du dir im Binnenbereich ein Segelboot leihen, dann verlangt der Bootsverleiher häufig den Nachweis für das „Können“. Dein eigenes Segelboot darfst du ohne Führerschein auf deutschen Binnengewässern segeln (Ausnahme Berlin und nicht auf Bundeswasserstraßen - z. B. auf dem Rhein, auf Kanälen).
  • Erfahrung weist du nach, wenn du dem Bootsverleiher den Sportbootführerschein unter Segel oder Segel + Motor vorlegen kannst. Dann ist auch seine Versicherung glücklich. 
  • Theoretische Ausbildung: Seemannschaft, Recht, Kurse + Navigation, Sicherheit, Motorkunde, Knoten 
  • Praktische Ausbildung: Knoten, Anlegen, Ablegen, Mensch über Bord, Sicherheit an Bord, Motorboot: Steuern, Aufstoppen, Manövrieren auf engem Raum
  • Da unser SBF-See Kurs zum SKS hinführt, sind dort bereits segelspezifische Inhalte aufgenommen. Daher bieten wir dann im Anschluss daran den binnenspezifischen Ausbildungsteil als Zusatzmodul Recht / Schleusen an (nach unserem SBF (See) Kurs). 
  • Gegenwärig besteht die Möglichkeit, sich die Segelpraxis-Prüfung aus dem SKS für die Binnensegelprüfung ersatzweise anrechnen zu lassen.
  • Ab 01.05.2017 nimmt der DSV auch reine Motorbootprüfungen ab. Teilprüfungen können danach zwischen den Verbänden nicht mehr gegenseitig anerkannt werden.

Ergänzendes Angebot zum Binnenschein:

  • Binnenfunkausbildung „UBI“ als Zusatzmodul nach Erwerb des Seefunkscheins
  • komplette Binnenfunkausbildung UBI (mehrere Unterrichtseinheiten).

 

 


 

Seereviere – Basis- und Pflichtschein SBF (für Seeschifffahrtsstraßen) und freiwilliger amtlicher Yachtführerschein SKS (der "Segelschein" für das Meer)

 

a) SBF (für Seeschifffahrtsstraßen - alter SBF-See) bis 3 sm:

Auch hier gilt der Unterschied zwischen „Dürfen“ und „Können“.

  • Jeder, der ein Sportboot mit einem Motor führen will, der 15 PS oder mehr leistet, benötigt den hierfür VORGESCHRIEBENEN amtlichen Führerschein: „Sportbootführerschein“. Dies ist ein reiner Motorbootführerschein. 
  • Inhalte: Navigation, Schifffahrtsrecht, Seemannschaft, Motorenkunde, Sicherheit, Knoten
  • Die Prüfung besteht aus dem Theorie- und Praxisteil. Besonders die Kartenaufgaben sind seit 2015 umfangreicher und anspruchsvoller geworden.


        Ohne den SBF (für Seeschifffahrtsstraßen) geht´s hier nicht weiter!       

 

b) SKS: - der Führerschein für die Segelyacht auf dem Meer

  • Wer Erfahrung im See-Segeln will oder sie nachweisen muss, tut dies mit dem Erwerb des freiwilligen - amtlichen Führerscheins: „Sportküstenschifferschein“ (SKS) Der gilt für ein Fahrgebiet bis 12 sm vor der Küste. Kontrolliert die Polizei, will sie bei uns immer nur den SBF-See sehen. Aber in manchen europäischen Nachbarländern ist der SKS vorgeschrieben. 
  • Auch hier gilt, Vercharterer sind gegenüber ihren Versicherungen auf der sicheren Seite, wenn der Skipper mit dem SKS den Erfahrungsnachweis im Umgang mit Seeschiffen erbringt. Manche Versicherer haben in ihren "Allgemeinen Geschäftsbedingungen" ausdrücklich aufgeführt, dass der Schiffsführer über eine Befähigung zum Führen einer Yacht für das vorgesehene Fahrtgebiet (bis 12 sm) verfügt. Der SKS kann als reiner Motorboot- oder als Segel- + Motorbootschein abgelegt werden. Die HSGE fährt sehr selten auf reinen Motorbooten.
    Theoretische Ausbildung: Navigation, Seemannschaft, Schifffahrtsrecht, Wetterkunde, Motor, Arbeit mit deutschen und englischen Seekarten und Seebüchern.
    Praktische Ausbildung: 2 Wochen, 300 sm Törn, Ausrüstung, Umgang mit Schiff und Crew im Hafen und auf See, - in Notfällen, Technik an Bord, und die praktische Anwendung und Umsetzung theoretischer Inhalte. Abschließend und optional Praxisprüfung (Adria, Ostsee, Elba, Türkei (weil gegenwärtig kein PA)). Zeit und Revier sind abhängig davon, wie sich Kursteilnehmer unter Berücksichtigung z. B. hinsichtlich Urlaub, Prüfungen, Kosten und Kinderversorgung zusammen finden können. Die Planung zum Praxistörn läuft ab Anfang NOVEMBER.
  • Die Prüfung besteht aus 2 Theorieteilen (Theorie u.a. Recht und Kartenaufgabe) und meistens zeitlich abgesetzt davon einem Praxisteil (am Ende eines Ausbildungstörns), abgenommen vom DSV. Hier werden 3 Pflichtaufgaben (ab 2017: MOB-Manöver unter Segel und Segelmanöver mit Motorunterstützung) und mehrere weitere Aufgaben geprüft. Der Anspruch in den SKS-Praxisprüfungen ist seit 2016 deutlich gestiegen.
  • Die HSGE ist ein Segelverein, kein Motorbootverein
  • Weil sich aus dem Aufbau der beiden oben genannten Kompetenznachweise ein logischer Aufbau ergibt, bieten wir beide Schulungen in einem Kombipaket an.

Ergänzende Angebote zu den Seescheinen:

  1. See-Funkschein (SRC)
    Jeder Schiffsführer einer Yacht mit Funkgerät muss in den meisten Ländern mindestens den einfachsten Funkschein besitzen (Short Range Certificat) oder ein „Beschrankt gültiges Betriebszeugnis für Funker I“ u. a.
  2. Fachkundenachweis Sprengstoffe
    Sind Seenotsignalmittel (Fackeln, Raketen u.ä.) an Bord, verlangt die Polizei (noch) einen Fachkundenachweis für den Umgang mit Sprengstoffen.(Sonderregelung Schleswig-Holstein!)

         Wir bieten die Ausbildung weiterhin an, um eine solide Einführung zu gewährleisten. 

 

 

Die höheren Weihen sind der Sportseeschifferschein (SSS) und danach der Sporthochseeschifferschein (SHS)


Alle 2 Jahre bieten wir die Ausbildung zum SSS an (je nach Interessenlage). 

Der SHS wird in kleinen Gruppen vorbereitet. Er enthält keine praktische Prüfung. Die Theorie basiert in weiten Teilen auf dem SSS ergänzt durch den Bereich Astronavigation und den Themenbereichen "Yachten auf weltweiter Fahrt" wie z. B. Wetter, Ausrüstung usw. Wir bieten die Möglichkeit, sich in Kleingruppen zu organisieren und das Modul "Astronavigation".

Es besteht zur Zeit bei vielen ein großes Interesse an der Astronavigation, die auch zur Vorbereitung auf den SHS gehört. 

Der DSV hat im Juni 2015 zur Prüfungsabwicklung mitgeteilt, dass in den Prüfungen programmierbare oder programmierte Taschenrechner ab 01.07.2015 nicht mehr verwendet werden dürfen. Beim DSV gibt es eine Liste der zugelassenen Taschenrechner im Internet.

 

 

Die HSGE bietet folgende Segelkurse und Ausbildungsmodule an / Kursplan aktuell:

 

- SBF - für Binnenwasserstraßen und / oder Seeschifffahrtsstraßen

- SKS

- Fachkundenachweis "Signalmittel" im Rahmen des SKS

- SRC-Kurs (See-Funk)

- UBI-Zusatzmodul nach SRC (Binnenfunk)

- UBI-Kurs (Binnenfunk)

 

SSS - Inhalte  (in der Regel alle 2 Jahre)  Termine aktuell

- SHS-Module auf Anfrage (Gruppenvorbereitung mit Zusatzmodulen)

- Astronavigation